Grabenlos-News von Annika Bach
Positionspapier für eine sichere, schnelle und akzeptierte Energiewende
Der Stromnetzausbau entscheidet über das Gelingen der Energiewende. Dafür braucht es verlässliche Rahmenbedingungen und klare technologische Entscheidungen.
Mehrere Branchenverbände haben ein gemeinsames Positionspapier zu Erdkabeln als Voraussetzung für eine sichere, schnelle und akzeptierte Energiewende veröffentlicht. Die zentrale Botschaft: Erdkabel sind bei Gleichstromprojekten ein entscheidender Faktor für eine stabile, resiliente und umsetzbare Energieinfrastruktur in Deutschland. Die Diskussion über den künftigen Ausbaupfad darf sich nicht allein auf Baukosten konzentrieren. Maßgeblich sind auch Umsetzbarkeit, Akzeptanz und Systemstabilität.
Fakten aus der Praxis:
- Das Projekt A-Nord wird ab 2027 jährlich rund 700 Mio. Euro Redispatch-Kosten einsparen
- Hybridlösungen können laut Netzbetreibern zusätzliche Kosten von bis zu 70 Mio. Euro pro Übergabestation verursachen
- Unterirdische Leitungen sind weniger anfällig für Sabotage, Extremwetter und äußere Einwirkungen
- Industrie und Bauwirtschaft haben im Vertrauen auf stabile politische Rahmenbedingungen erhebliche Kapazitäten aufgebaut
Erdkabel leisten einen zentralen Beitrag zur Beschleunigung des Netzausbaus. Sie erhöhen die Akzeptanz vor Ort, reduzieren Konflikte und stärken die Resilienz der Energieinfrastruktur.
Eine Abkehr von der bisherigen Ausbaustrategie würde Planungsunsicherheit schaffen, Investitionen gefährden und Projekte verzögern. Ziel muss ein verlässlicher Rahmen bleiben, der Kosten, Umsetzbarkeit und Systemstabilität gemeinsam in den Blick nimmt.
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