Grabenlos-News von Annika Bach
Ein Jahr BGT: Gemeinsam gestartet, gemeinsam gewachsen
Ein Jahr nach seiner Gründung hat sich der Bundesverband grabenlose Technologien (BGT) als gemeinsame Stimme der Branche etabliert. Aus der Fusion von RSV und GSTT ist ein Verband entstanden, der Unternehmen, Ingenieurbüros, Netzbetreiber, Kommunen, Wissenschaft und weitere Akteure zusammenbringt. Heute zählt der BGT rund 225 Mitglieder. Hinter dieser Zahl steht vor allem eines: eine Branche, die bereit ist, gemeinsam Verantwortung für die unterirdische und innerhäusliche Leitungsinfrastruktur zu übernehmen.
Das erste Jahr war geprägt vom Aufbau neuer Strukturen, von organisatorischen Fragen, aber auch von vielen konkreten Ergebnissen. Arbeitskreise wurden weiterentwickelt oder neu aufgestellt, FachTalks etabliert, Kooperationen angestoßen und politische Positionen erarbeitet. Ein sichtbares Beispiel für diese neue Zusammenarbeit war der gemeinsame Auftritt auf der IFAT in München. Der Gemeinschaftsstand zeigte, was den BGT ausmacht: Unternehmen arbeiten nicht nebeneinander her, sondern bringen ihre Perspektiven zusammen. Genau darin liegt die Stärke des neuen Verbands.
Wissen weitergeben, Nachwuchs erreichen
Besonders bemerkenswert ist das Interesse aus Hochschulen und Bildungseinrichtungen. Vorstandsvorsitzender Benedikt Stentrup beschreibt in seinem Videobeitrag, dass ihn vor allem die vielen Anfragen überrascht haben, grabenlose Technologien stärker in Lehrpläne und Schulungsangebote einzubinden. Das zeigt, dass grabenlose Technologien nicht nur ein Thema für Spezialisten sind, sondern zunehmend als wichtiger Baustein für Bau, Sanierung und Erhalt unserer Leitungsinfrastruktur verstanden werden.
Ein Jahr BGT: Was hat überrascht?
Ehrenamt, Engagement und Gemeinschaft
Ebenso prägend war das Engagement der Mitglieder. Dr. Susanne Leddig-Bahls hebt in ihrem Videobeitrag hervor, wie viele Menschen Zeit, Ideen und persönliches Engagement in die gemeinsame Arbeit einbringen. Dieses Engagement trägt den Verband. In Arbeitskreisen, Projekten, Veranstaltungen und Kooperationen entsteht Facharbeit, die nur möglich ist, weil Mitglieder ihr Wissen teilen und Verantwortung übernehmen.
Der Dank gilt deshalb besonders dem ehrenamtlichen Vorstand, den Mitgliedern der Arbeitskreise, den Mitgliedsunternehmen, den Kooperationspartnern, den Hochschulen und Bildungseinrichtungen sowie allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die den Aufbau des BGT im ersten Jahr begleitet haben.
Das erste Jahr hat gezeigt: Der Bedarf an Austausch, fachlicher Orientierung und gemeinsamer Interessenvertretung ist groß. Die kommenden Jahre werden entscheidend dafür sein, grabenlose Technologien noch stärker in Planung, Vergabe, Ausbildung und politische Entscheidungsprozesse einzubringen.
Der BGT wird diesen Weg weitergehen: mit fachlicher Arbeit, mit klarer Kommunikation und mit dem Ziel, grabenlose Technologien als selbstverständliche Lösung für eine nachhaltige und leistungsfähige Leitungsinfrastruktur zu verankern. Ein Jahr BGT ist damit ein Ausgangspunkt für die nächsten gemeinsamen Schritte.